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Taxi-Lade-Konzept für den öffentlichen Raum (TALAKO)

© Universität Duisburg-Essen

CO2, NOx und Feinstaub und die deswegen drohenden Fahrverbote: Immer mehr Städte wollen die Umweltbelastung durch Dieselfahrzeuge reduzieren. Ein wichtiger Beitrag ist die Elektrifizierung von Taxiflotten, die heutzutage eine Dieselquote von fast 85 % haben und hauptsächlich in deutschen Innenstädten betrieben werden. Durch das Vorrückprinzip an öffentlichen Plätzen, wie zum Beispiel Bahnhöfen, haben Taxifahrer leider keine Möglichkeit sich an kabelgebundene Ladesäulen anzuschließen. Der Lehrstuhl für Internationales Automobilmanagement der Universität Duisburg-Essen hat dafür ein innovatives Pilotprojekt initiiert.

Das Projekt Taxi-Lade-Konzept für den öffentlichen Raum (kurz: TALAKO) startete am 01.10.2019 mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Fördervolumen von zwei Millionen Euro. Das durch das Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt umfasst den Aufbau einer Pilotanlage in Köln für das kabellose Laden von Taxifahrzeugen mittels induktivem Ladestreifen. Dieses Ladesystem wird unterirdisch in die Taxi-Warteschlange integriert. So werden die Elektrotaxis während der Wartezeit geladen. Das TALAKO-Projekt leistet somit einen wichtigen Betrag zur Reduktion von Umweltbelastungen in deutschen Innenstädten.

Auf der Suche nach einem geeigneten Projektfahrzeug schaute das Projektteam über die Landesgrenzen hinaus und konnte einen Pionier auf dem Gebiet von Taxi-Elektrofahrzeugen vom Projekt überzeugen. Der englische Fahrzeughersteller LEVC, der die für London typischen Black Cabs herstellt, beteiligt sich mit seinem speziell für das Taxigewerbe entwickeltem Elektrofahrzeug. Das Fahrzeug hat eine elektrische Reichweite von 130 km und einen Range-Extender an Board, um bei Bedarf die Reichweite um 500 km zu verlängern. Das Projektteam versucht weitere Fahrzeughersteller für das Projekt zu gewinnen.

Das Projektkonsortium, welches neben der Universität Duisburg-Essen und LEVC, die Universität Wuppertal, die Stadt Köln, INTIS GmbH, RheinEnergie AG, und TaxiRuf (Köln) umfasst, wird innerhalb der ersten 6 Monate eine Prototypenanlage in Mülheim a.d.R. aufbauen – hier betreibt Taxi Stephany bereits ein LEVC Fahrzeug und ist von der zusätzlichen Ladeoption überzeugt. Im Anschluss erfolgt der Aufbau und der Betrieb der geplanten Pilotanlage in Köln auf der bis zu sechs Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Universität Duisburg-Essen

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