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Förderaufruf „Kickstart FUTUR“

Die Grundlagenforschung zur klimaneutralen Energieversorgung ist ein Fundament der Energiewende – sei es im Bereich effizienter Erzeugung, intelligenter Verteilung oder nachhaltiger Nutzung. Gleichzeitig spielt Wasserstoff als vielseitiger Energieträger und chemischer Energiespeicher eine Schlüsselrolle: Er kann in vielen Sektoren fossile Energieträger ersetzen, insbesondere dort, wo Elektrifizierung nicht sinnvoll oder unwirtschaftlich ist. Damit unterstützt „Kickstart FUTUR“ gezielt die Entwicklung strategisch relevanter Schlüsseltechnologien. Der Aufruf trägt dazu bei, Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und wirtschaftliche Wertschöpfung in Deutschland nachhaltig zu stärken. Durch die frühzeitige Validierung innovativer Ansätze bereitet das Programm den Übergang in weiterführende Forschungs- und Entwicklungsphasen vor.

Mit dem Förderaufruf „Kickstart FUTUR“ setzt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gezielt Impulse für eine zukunftsorientierte Energieversorgung. Im Fokus stehen visionäre Ideen, technologische Experimente und ambitionierte, risikoreiche Forschungsansätze mit hohem Innovationspotenzial für eine klimaneutrale Energiezukunft. Die Förderung soll dazu dienen, in 12- bis maximal 18-monatigen Projekten Machbarkeitsstudien durchzuführen, erste belastbare Daten zu erheben und so perspektivisch die Grundlage für weiterführende Entwicklungen und mögliche Kooperationen mit Unternehmen zu schaffen.

Ziel kann es zudem sein, den Machbarkeitsnachweis (Proof of Concept) zu ermöglichen und dadurch im Nachgang hoch innovative Vorhaben in eine nächste Entwicklungsphase zu überführen. Gefördert wird in diesem Zusammenhang auch die Anschaffung benötigter Forschungsgeräte, sofern sie eine zentrale Voraussetzung für die Weiterentwicklung innovativer Ansätze im Bereich klimaneutraler Energielösungen darstellen oder für einen neuen Forschungskontext erforderlich sind. Dadurch sollen Forschungseinrichtungen in die Lage versetzt werden, bessere Datengrundlagen zu schaffen, neue Technologien zu entwickeln, diese im Labor experimentell zu untersuchen und erste Funktionsnachweise zu erbringen.

Fokusthemen sind:

  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
    Ziel ist die Weiterentwicklung und Integration erneuerbarer Energien für eine klimaneutrale Energieversorgung. Weiterhin stehen innovative Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz im Fokus, die perspektivisch Ressourcen schonen und den Gesamtenergiebedarf senken. 
  • Verbesserung von Effizienz und Wirtschaftlichkeit von Produktionsprozessen
    Ziel ist es, Produktionsprozesse in Industrie und Energiewirtschaft energie- und kosteneffizienter zu gestalten. Neue Technologien, Materialien oder Ansätze können dazu beitragen, Emissionen zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. 
  • Power-to-X-Technologien
    Im Fokus stehen dabei neue Konversionsverfahren, die Verbesserung von Wirkungsgraden und die Kopplung mit industriellen Prozessen sowie Pfade mit hohem Transformationspotenzial, die bislang wissenschaftlich noch nicht hinreichend untersucht wurden. 
  • Wasserstoffspeicherung und -verteilung 
  • Für eine breite Nutzung von Wasserstoff braucht es leistungsfähige, sichere und wirtschaftliche Speicher- und Verteilstrukturen. Neue Materialien, Technologien oder Konzepte können hierbei entscheidende Fortschritte ermöglichen. 
  • Nutzung von Wasserstoff und seinen Derivaten 
    Der Einsatz von Wasserstoff und seinen Derivaten in Industrie, Verkehr und Energieerzeugung bietet große Potenziale zur CO₂-Reduktion. Im Fokus stehen innovative Anwendungen, die grundlegende technische Machbarkeit adressieren. 
  • Technologien für die nachhaltige Transformation 
    Der Umbau bestehender Infrastrukturen zur Nutzung von Wasserstoff oder erneuerbaren Energieträgern kann Transformationsprozesse beschleunigen und bestehende Investitionen effizient nutzen. Forschung zu technischen und sicherheitsrelevanten Fragen ist hierfür essenziell. Auch der Transformationsprozess an sich kann Gegenstand früher, explorativer Forschung sein, etwa durch die Bearbeitung grundlegender Forschungsfragen zu Voraussetzungen, Pfaden und Wechselwirkungen sowie zur Digitalisierung. 

Das BMFTR ruft zu Ideenskizzen auf, bei denen die Förderung von innovativen, noch unerprobten Ideen im Mittelpunkt steht, deren technische Machbarkeit (Proof of Concept) zunächst nachgewiesen werden muss. Gefördert werden Projekte bis einschließlich Technology Readiness Level (TRL) 3, die erste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse liefern und prüfen, ob sich eine Idee grundsätzlich für eine Weiterentwicklung eignet.

„Kickstart FUTUR“ will Forschende in vorzugsweise Einzelvorhaben (in begründeten Ausnahmen maximal Zweierverbünden) ermutigen, unkonventionelle Wege zu gehen, Risiken einzugehen und neue Perspektiven zu entwickeln – für die Energieversorgung von morgen. Denn nur durch mutige, forschungsgetriebene Innovationen lässt sich der Wandel hin zu einer klimaneutralen, sicheren und wirtschaftlich tragfähigen Energiezukunft nachhaltig gestalten.

Interessierte Forscherinnen und Forscher sind dazu aufgerufen, entsprechende Projektideen nach Maßgabe der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (inzwischen Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt) zur Förderung von Zuwendungen im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung „Innovationen für die Energiewende“ vom 6. Februar 20191 einzureichen.

Projektskizzen müssen in elektronischer Form bis zum 12. Juni 2026, 23:59 Uhr eingereicht werden. https://foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.  

Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist, Projektskizzen, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

Der Umfang sollte sieben Seiten (Arial 11 pt plus Deckblatt und Anlagen) nicht überschreiten. Vorlagen für die Projektskizzen sowie weitere Informationen zum Verfahren werden unter unten genannter Webseite zur Verfügung gestellt.

Ansprechpartner für Fragen ist der Projektträger Jülich, Geschäftsbereich Energie- und Wasserstoff-Forschung (EWF), Forschungszentrum Jülich GmbH, 52425 Jülich. Bitte richten Sie Ihre Anfragen an: ptj-ewf-kickstart@ptj.de .

Weitere Informationen finden Sie unter 

https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/anwendung.

Hinweis: 

Dies ist ein formloser Förderaufruf auf Grundlage der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (inzwischen Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt) zur Förderung von Zuwendungen im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung „Innovationen für die Energiewende“ vom 6. Februar 2019 mit Änderungen vom 27. September 2021 und 15. November 2023. Die Bestimmungen dieser Förderbekanntmachung finden auf Bewerbungen unverändert Anwendung.