Die Finalisten des OUT OF THE BOX.NRW 2026 stehen fest: Zehn Start-ups haben sich für das Finale qualifiziert und kämpfen um insgesamt 50.000 Euro
Der Landespreis OUT OF THE BOX.NRW (OOTB.NRW) geht in die entscheidende Phase. Die zehn Finalisten-Start-ups stehen fest und werden am 18. Juni auf der Start-up-Konferenz „Hinterland of Things“ in der Stadthalle Bielefeld um den Sieg kämpfen.
Das Wirtschaftsministerium zeichnet damit bereits zum siebten Mal Start-ups aus, die mit besonders kreativen Geschäftsmodellen die digitale Transformation vorantreiben - für eine wettbewerbsfähige, zukunftsfähige und klimagerechte Wirtschaft. Drei Gewinnerteams werden mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 50.000 Euro belohnt.
Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Nordrhein-Westfalen ist das Land der Ideen und Innovationen – und die nun ausgewählten Top 10 sind die Spitze der digitalen Innovation in Nordrhein-Westfalen. Sie zeigen eindrucksvoll, welches riesige kreative Potenzial im Start-up-Standort NRW steckt. Mit ihren innovativen Konzepten und mutigen Entscheidungen gestalten sie die Wirtschaft von morgen und unser aller Zukunft. Genau diese kreative Energie bringt unser Land voran.“
Die TOP 10 haben sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durchgesetzt, bei dem sie ihre Geschäftsmodelle durch Pitchdecks und kurze Portraits vor Investierenden, Expertinnen und Experten des Start-up-Ökosystems sowie einem öffentlichen Voting präsentieren konnten. Beim großen Pitch-Finale werden durch ein kombiniertes Bewertungsverfahren - bestehend aus Juryentscheidung und Live-Voting - die drei Gewinnerinnen und Gewinner bestimmt.
Das sind die TOP 10:
- Alangu aus Köln entwickelt KI-basierte Gebärdensprach-Avatare, die geschriebene und gesprochene Inhalte automatisiert in visuelle Gebärdensprache übersetzen, um gehörlosen Menschen gleichberechtigten Zugang zu digitalen Informationen zu ermöglichen.
- ByteIT aus Köln verwandelt Dokumente wie PDFs, Word- und Excel-Dateien in strukturierte Daten und steigert so die Effizienz von KI-Agenten, indem Inhalt und Struktur der Originaldokumente bewahrt werden.
- foresAIght aus Köln entwickelt KI-basierte Bedarfsprognosen für kleine und mittlere Unternehmen, die sich in bestehende Planungsprozesse integrieren und so die Verfügbarkeit erhöhen sowie Bestandsrisiken senken.
- GenerIO aus Essen wandelt bestehende Produktbilder per KI in Sekunden automatisiert in interaktive 3D-Modelle um: Dadurch können unter anderem Retouren reduziert werden.
- Inframind aus Aachen entwickelt ein KI-natives Betriebssystem, das fragmentierte Fachanwendungen von Netzbetreibern und Stadtwerken zu einer einheitlichen Datenbasis verbindet und so fundierte Entscheidungen sowie den beschleunigten Infrastrukturausbau ermöglicht.
- Kaarlo aus Essen gestaltet die psychosomatische Versorgung neu, indem es niedrigschwellige, evidenzbasierte und digital skalierbare Therapieansätze für rund acht Millionen Betroffene in Deutschland entwickelt.
- Ole aus Bielefeld bündelt als KI-gestützter Assistent herstellerübergreifendes Fachwissen in einem zentralen Chat und vereinfacht so komplexe Aufgaben von der Planung über die Installation bis zur Wartung in Handwerksbetrieben.
- OSPHIM aus Aachen analysiert Produktionsdaten von Spritzgießprozessen in Echtzeit mittels KI, erkennt Abweichungen frühzeitig und stabilisiert Prozesse automatisch, wodurch Materialverbrauch, Ausschuss und Energieeinsatz deutlich sinken.
- SLAPStack aus Dortmund kombiniert Warehouse Management, Leitsteuerung und Simulation in einer KI-basierten Plattform mit digitalem Zwilling und ermöglicht durch kamerabasierte Digitalisierung bestehender Gabelstapler eine schrittweise, kosteneffiziente Lagerautomatisierung.
- VitrofluidiX aus Köln entwickelt eine vollintegrierte Plattform, die menschliche Zellen unter organähnlichen Bedingungen kultiviert und so Forschung sowie Wirkstoffentwicklung im Einklang mit dem Wandel weg von Tierversuchen skalierbar macht.
Über den Wettbewerb
Mit dem Landespreis OUT OF THE BOX.NRW kürt das NRW-Wirtschaftsministerium seit 2020 die besten digitalen Start-ups aus NRW. Mit insgesamt 50.000 Euro Preisgeld ist der OOTB einer der höchstdotierten Start-up-Wettbewerbe in Deutschland. Darüber hinaus verschafft er Start-ups eine hohe mediale Aufmerksamkeit und die Möglichkeit, sich vor hochkarätigen Investorinnen und Investoren zu präsentieren und damit wertvolle neue Kontakte zu knüpfen. Alle Infos und Termine zum Wettbewerb finden Sie hier.
Über „Hinterland of Things“
Die Konferenz wird durch die Founders Foundation gGmbH in Bielefeld ausgetragen und ist ein etabliertes Event für Tech-Start-ups. Sie dient als Plattform zur Vernetzung von Start-ups mit Investorinnen und Investoren, Familienunternehmen sowie mittelständischen Unternehmen. Die Founders Foundation gGmbH ist eine Ausbildungsstätte für Start-ups und hat sich aus der Bertelsmann Stiftung gegründet.