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Zweite Phase der NRW-Forschungskollegs mit der RWTH

RWTH Aachen

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt insgesamt elf Millionen Euro für die Fortführung von fünf Forschungskollegs bereit. Für die im Juli 2016 gestarteten Forschungsgemeinschaften stehen in einer zweiten Förderphase ab 2021 jeweils rund 2,2 Millionen Euro für weitere dreieinhalb Jahre zur Verfügung. In den Kollegs forschen Doktorandinnen und Doktoranden fachübergreifend an innovativen und zukunftsweisenden Themen, wie etwa der IT-Sicherheit, Verbundwerkstoffen im Bau-bereich oder nachhaltiger Mobilität.

Zwei dieser Kollegs werden an der RWTH finanziert: Dazu gehört „ACCESS!“, das Transformationspfade zu einer nachhaltigen Mobilität untersuchen wird, und „Ver-bund.NRW“, bei dem die RWTH und die FH Münster gemeinsam Verbundsysteme im Bauwesen fokussieren. Die interdisziplinären Konsortien verknüpfen Ingenieur- und Naturwissenschaften mit Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen mit Akteuren aus der Praxis soll die Anwendungstauglichkeit von Erfindungen und deren Umsetzung in Produkte oder Dienstleistungen direkt berücksichtigt werden. In den Kollegs werden entsprechende Forschungsmethoden vermittelt und weiterentwickelt.

„ACCESS!“ Transformationspfade zu einer nachhaltigen Mobilität
ACCESS! mit Sprecherin Grit Walther, Professorin für Operations Management, konzentriert sich künftig auf die Städteregion Aachen inklusive des Kreises Heinsberg. Dabei werden zukünftige technische, infrastrukturelle und organisatorische Möglichkeiten der Umsetzung einer nachhaltigen Mobilität ebenso untersucht wie gesellschaftliche Ansprüche sowie lokale und globale Umweltziele. Praxispartner sind unter anderem die Stadt Aachen und der Landkreis Heinsberg, die cambio Aachen Stadtteilauto CarSharing GmbH, die SAYM Mobility GmbH, die e.SAT GmbH, die e.GO Mobile AG, der ADFC, der AVV sowie der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband. Nach der Bewertungsorientierung in der vorhergegangenen Förderphase stehen nun die Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte im Personen- und Wirtschaftsverkehr sowie die Entwicklung von Ansätzen für Wohnen und Mobilität sowie für autofreie Innenstädte im Vordergrund. Angestrebt wird eine stärkere Internationalisierung insbesondere innerhalb der Euregio Maas-Rhein. Auch eine Kooperation mit der Universität Maastricht ist geplant. Insgesamt sind elf Lehr- und Forschungseinrichtungen der RWTH an „ACCESS!“ beteiligt.

„Verbund.NRW“ Verbunde im Bauwesen – Von der Ressourceneffizienz zur validierten Nachhaltigkeit
Sprecher von Verbund.NRW ist Peter Quicker, RWTH-Professor für Technologie der Energierohstoffe, gemeinsam mit Sabine Flamme, Professorin an der FH Münster für Ressourcen-, Stoffstrom- und Infrastrukturmanagement. Schwerpunkt der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit ist die Validierung ausgewählter multifunktionaler Faser- und Schichtverbunde an konkreten Fallbeispielen aus der Praxis. Unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus wird bewertet, wann und wie der Einsatz von Verbundsystemen nachhaltig möglich ist. Im Fokus stehen dabei Untersuchungen zur Umsetzung einer verbesserten Rückbaubarkeit und sortenreinen Wiederverwertung der in Verbundwerkstoffen enthaltenen Materialien am Lebensende, unter Vermeidung von negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen und wirtschaftlichen Anreizen soll eine kreislauffähige Produktgestaltung ermöglichen. Soziokulturelle Kriterien, wie z.B. gesellschaftliche Megatrends bei der Gestaltung von Gebäuden und Räumen werden verstärkt betrachtet,

Das Netzwerk erweitert sich um Praxisakteure wie die Aachen Building Experts e.V., das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, die re!source Stiftung e.V., die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW), die Landmarken AG/ Moringa GmbH, die Hering Bau GmbH & Co. KG und die Lindner Group KG.

Redaktion: Presse und Kommunikation

Source: RWTH Aachen

RWTH Aachen University

Die RWTH Aachen University bedient sich der starken Forschungsnetzwerke und der intellektuellen Neugier ihrer Mitarbeitenden, um Wissen zu anspruchsvollen wissenschaftlichen Fragestellungen zu generieren, führendes Wissen zu transferieren und...more...