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KMU-innovativ

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Mit der Förderinitiative KMU-innovativ unterstützt das BMBF Spitzenforschung im deutschen Mittelstand.

In vielen Bereichen der Spitzenforschung sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Vorreiter des technologischen Fortschritts. Mit KMU-innovativ will das BMBF die Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln für KMU vereinfachen. Ein zentraler Lotsendienst hilft in allen Fragen weiter, verbindliche Bearbeitungsfristen geben Planungssicherheit. KMU-innovativ ist in Technologiefeldern integriert, die für Deutschlands Zukunft besonders wichtig sind:

Bioökonomie Elektronik und autonomes Fahren; Supercomputing Forschung für die zivile Sicherheit Medizintechnik Informations- und Kommunikationstechnologien Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität Materialforschung Photonik und Quantentechnologien Produktionstechnologie Ressourceneffizienz und Klimaschutz Spitzenforschung bietet KMU die Chance, mit neuen Produkten und Prozessen erfolgreich im Markt zu bestehen. Bei der Erschließung neuer Märkte sind KMU besonders flexibel und schnell. Dies gilt gerade für neue Forschungsfelder, in denen Geschwindigkeit entscheidet. Wichtige Impulse hierfür kommen in vielen Fällen aus mittelständischen Unternehmen. Auch in den Dienstleistungsbranchen sind es vor allem KMU, die in Forschung und Entwicklung investieren.

Die Vorteile von KMU-innovativ Beratung durch einen Lotsendienst Über das Beratungstelefon als Lotsendienst können alle Fragen rund um KMU-innovativ schnell und umfassend geklärt werden. Auf den folgenden Internetseiten finden Sie kompakt alle Informationen und Ausschreibungen der Technologiefelder unter dem Dach von KMU-innovativ.

Schnelles Verfahren: Bearbeitung dauert nicht länger als vier Monate Ein zweistufiges Verfahren mit verbindlichen Fristen gibt Planungssicherheit. Bereits zwei Monate nach dem Stichtag zur Einreichung der Projektskizze stehen die für eine Förderung geeigneten Forschungsvorhaben fest. Über die Bewilligung einer Förderung wird ebenfalls innerhalb von zwei Monaten nach Vorlage der vollständigen Unterlagen entschieden.

Vereinfachte Bonitätsprüfung Viele kleine forschende Unternehmen befinden sich noch in der Aufbauphase. Deshalb gelten im Rahmen von KMU-innovativ besonders einfache Regeln für den Nachweis des erforderlichen Eigenkapitals. Eine vereinfachte Bonitätsprüfung und die Möglichkeit, bei knappem Eigenkapital Meilensteine in der Projektlaufzeit zu setzen, sorgen dafür, dass auch Spitzenforscher in kleinen Unternehmen ihre Ideen verwirklichen können.

Erfolgsgeschichte von Anfang an Die Förderinitiative ist seit Start 2007 auf positive Resonanz gestoßen. Die Evaluation hat gezeigt, das Instrument wird deutschlandweit genutzt und trifft auf einen spezifischen Bedarf bei KMU, die Spitzenforschung betreiben wollen. Bis heute sind ein Großteil der Unternehmen "Förderneulinge", die sich erstmals um BMBF-Fördermittel bewerben.

Die bisher bewilligte Fördersumme beträgt über 1.737 Millionen Euro für mehr als 2.380 Einzel- und Verbundvorhaben, an denen rund 3.880 kleine und mittelständische Unternehmen beteiligt sind. Damit steht die Förderinitiative KMU-innovativ für etwa ein Viertel der KMU-Förderung des BMBF.

Im Technologiebereich „Datenwissenschaft, Informationstechnologien, Industrie 4.0“ wurde in diesem Jahr das vierhundertste innovative Projekte gefördert. Zu diesem Anlass und um die wesentlichen Erfolge und Wirkungen der Projektförderung bei KMU in diesem Förderbereich zu erfassen, hat das BMBF eine Online-Umfrage unter den bisher geförderten 1000 KMU und ihren Verbundpartnern durchgeführt; es beteiligten sich mehr als 450 Zuwendungsempfänger.

Das sind die zentralen Ergebnisse der Umfrage:

• 83% der geförderten KMU konnten ihre Forschungs- und Entwicklungsergebnisse bereits für Innovationen in Form von neuen Produkten oder Dienstleistungen nutzen. • Über die Hälfte der befragten KMU konnten ihre neuen Anwendungen bereits innerhalb der ersten zwei Jahre nach Projektende auf den Markt bringen. • Etwa 84% der befragten KMU berichten von einer verbesserten Wettbewerbssituation durch die wirtschaftliche Verwertung der Projektergebnisse. • Darüber hinaus berichtet über ein Drittel der befragten KMU von einer Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben an. • Nach den Ergebnissen der aktuellen Umfrage werden Arbeitsplatzeffekte sowohl zur Laufzeit als auch dauerhaft nach Projektende sichtbar. So entstehen aus jedem Forschungsvorhaben durchschnittlich mehr als zwei zusätzliche Stellen, der Großteil davon bei den beteiligten KMU. • Etwa ein Drittel der KMU beobachtet darüber hinaus verbesserte Voraussetzungen zur Fachkräftegewinnung und -bindung im Bereich Forschung und Entwicklung. • Zudem resultieren aus jedem Forschungsvorhaben im Durchschnitt vier akademische Qualifizierungen, sechs wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie mehrere technisch-wissenschaftliche Demonstratoren. Patente auf Verfahren bzw. Vorrichtungen werden in nahezu jedem vierten Projekt realisiert. • Besonders herauszustellen ist auch, dass einige der teilnehmenden KMU von weitergehenden Erfolgen, wie von der Erschließung von neuen Geschäftsfeldern oder strategischen Kontakten, von der Erreichung von Alleinstellungsmerkmalen auf nationaler und internationaler Ebene sowie von Auszeichnungen ihrer im Rahmen der Fördermaßnahme erschlossenen Lösungen berichten.

Die Umfrage zeigt eine eindrückliche Bilanz der Ergebnisverwertung der Forschungsförderung im Rahmen der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: IKT“. Insbesondere wird der Transfer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die KMU stärker forciert. Deren Innovationsfähigkeit zur Umsetzung dieser Erkenntnisse in eigene Forschungsergebnisse und in industrielle Anwendungen wird gesteigert und so die Wachstums- und Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen gestärkt.

Die Präsentation der Umfrage können Sie hier einsehen (PDF).

Quelle: BMBF