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Bekanntmachung des BMBF: Digitale Materialforschung

Michael Schwarzenberger/pixabay

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt, auf der Grundlage des Rahmenprogramms „Vom Material zur Innovation“ materialbasierte Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte zum Themenfeld „Digitalisierung der Materialforschung in Deutschland“ (MaterialDigital) zu fördern. Die Förderung ist darauf ausgerichtet, die Materialforschung, -entwicklung und -herstellung sowie die Verarbeitung von Materialien bis zum Bauteil und darüber hinaus mit innovativen digitalen Methoden, Konzepten und Verfahren grundlegend und nachhaltig zu unterstützen und somit letztlich die Produktentwicklung in Deutschland auf ein solideres Fundament zu stellen. Angestrebt wird die Unterstützung der Transformation der heutigen Materialforschung, hin zu einer digitalisierten Multidisziplin mit Blick auf die industrielle Anwendung. Die digitale Materialforschung komplettiert somit die digitale Prozesskette zu Industrie 4.0. Deutschland soll im Zuge dessen in Europa und weltweit zum führenden Kompetenzträger digitaler Materialforschung aufsteigen; virtuelles Materialdesign soll der neue Standard werden.

Diese Fördermaßnahme adressiert innovative Methoden der Materialforschung aus den Bereichen (skalenübergreifende) Simulation, Materialdatenerfassung, -haltung und -auswertung sowie Verknüpfung von experimentellen und simulierten Daten auf allen Ebenen der Betrachtung, vom Atom bis zum Bauteil, zur Systematisierung der Materialentwicklung und -anwendung als geschlossenen Prozess mit Fokus auf die industrielle Anwendbarkeit. Darüber hinaus werden sehr grundlegende Fragestellungen zu den Themenkomplexen Systematisierung von Materialdaten sowie des Umgangs mit denselben, Digitaler Zwilling, Metadaten, Validierung von Modellen und Methoden, Qualitätssicherung von Daten, Algorithmen und Methoden sowie Software-Tools für standardisiertes Arbeiten mit, an und auf Daten adressiert. Die Initiative MaterialDigital ist Bestandteil der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die Einbindung vor allem auch der Beiträge kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie der Verwertung der Projektergebnisse sind für diese Initiative auch bereits in diesem Förderaufruf von besonderer Bedeutung. Die Ergebnisse der geförderten Vorhaben dürfen nur in der Bundesrepublik Deutschland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und der Schweiz genutzt werden.

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