Das STIPP-Instrument bewilligt neun Innovationsprojekte von KMU mit einem EFRE-Volumen von 2,4 Millionen Euro
Die Maas-Rhein-Region ist Heimat starker Industrien und Innovationsökosysteme. Dennoch kann grenzüberschreitende Zusammenarbeit für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nach wie vor komplex sein. STIPP begegnet dieser Herausforderung, indem es KMU einen leicht zugänglichen Weg bietet, passende Partner zu finden, grenzüberschreitende Konsortien aufzubauen und hochwertige Innovationsprojekte zu entwickeln. Unterstützt von einer Koalition regionaler Entwicklungsagenturen schafft STIPP einen konkreten Mehrwert durch gezielte Ansprache, Partnervermittlung und Förderunterstützung. So werden Innovationen schneller von der Idee zur Umsetzung gebracht und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Region gestärkt.
STIPP hat nun die Ergebnisse des zweiten Förderaufrufs (Call 2) bekannt gegeben und neun grenzüberschreitende Innovationsprojekte mit einem kombinierten EFRE-Fördervolumen von rund 2,4 Millionen Euro bewilligt. Bei einer Bewilligungsquote von 82 % beläuft sich das Gesamtprojektvolumen der ausgewählten Vorhaben auf nahezu 5 Millionen Euro.
An den neun Initiativen sind 26 KMU aus den Niederlanden, Flandern, Wallonien und Deutschland beteiligt, die sich mit einer oder mehreren der drei gesellschaftlichen Herausforderungen von STIPP befassen. Besonders hervorzuheben ist, dass fünf Konsortien mithilfe der STIPP-Partnersuchunterstützung – organisiert durch das STIPP-BIDS-Team – gebildet wurden. Dies unterstreicht die starke Matchmaking-Rolle von STIPP bei der Umsetzung von Innovationsideen in geförderte Kooperationen.
Die bewilligten Projekte zeigen die hohe Relevanz des Programms für angewandte industrielle Innovation. So zielt PREAMA darauf ab, die Produktivität in der automatisierten Fertigung von Carbon-Verbundpropellern für die elektrische Luftfahrt zu steigern und gleichzeitig die CO₂-Emissionen zu reduzieren. LUCET entwickelt einen autonomen Laserreinigungsroboter für Ultrahochvakuum-Rohre und unterstützt damit Hightech-Sektoren sowie die Lieferkette des Einstein-Teleskops.
Mit Blick nach vorn ist der dritte STIPP-Förderaufruf (Call 3) derzeit geöffnet und bietet KMU sowie Innovationsakteuren im Interreg-Maas-Rhein-Gebiet eine klare Möglichkeit, neue grenzüberschreitende Innovationsprojekte einzureichen. Der Aufruf startete am 1. Dezember 2025 und läuft bis zum 31. März 2026 (Einreichfrist).
Die regionalen Entwicklungsagenturen in der Region stehen KMU, die sich für eine Antragstellung im Rahmen von Call 3 interessieren, unterstützend zur Seite.
STIPP bietet KMU weiterhin eine praxisnahe Gelegenheit, Innovationsideen gemeinsam mit grenzüberschreitenden Partnern zu entwickeln und zu skalieren – unterstützt durch EFRE-Kofinanzierung.
Weitere Informationen zu STIPP und kommenden Fördermöglichkeiten finden Sie unter: https://www.interregmeuserhine.eu/projects/stipp
