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Universität Paderborn: Forschergruppe entwickelt neuen Ansatz für die Quantenkommunikation

Foto (Universität Paderborn): Prof. Dr. Christine Silberhorn, Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Paderborn. Foto (Universität Paderborn): Prof. Dr. Christine Silberhorn, Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Paderborn.

06.02.2017 | Eine Forschergruppe um die Physikerin Prof. Dr. Christine Silberhorn, Universität Paderborn, hat es nun mit einer Publikation in die „Nature Communications“ geschafft. Das renommierte Fachmagazin veröffentlichte jüngst einen Artikel zum Aufbau sogenannter Quantennetzwerke, die als Schlüssel für künftige Quantenkommunikationssysteme gelten. Dafür entscheidend sind u. a. Wellenleiter aus Lithiumniobat, die ebenfalls in Paderborn hergestellt werden.

Dazu Silberhorn: „Das Experiment ist ein wichtiger Schritt zum Aufbau hybrider Quantennetzwerke. Hoch effiziente Schnittstellen sind dabei der Schlüssel für zukünftige Quantenkommunikationssysteme. Dazu wird hochentwickelte Technologie benötigt, die gleichermaßen auf Quantenphysik und der gezielten Entwicklung leistungsstarker Wellenleiter fußt.“

Bislang konnte ein derart effizientes Verfahren von keiner anderen Forschergruppe entwickelt werden. Bei dem Paderborner Ansatz werden Lichtpulse unterschiedlicher Wellenlängen mit gleicher Geschwindigkeit durch Leiter aus Lithiumniobatkristall geschickt. „Andere Gruppen konnten zwar schon früher ähnliche Prozesse demonstrieren, allerdings waren diese zu ineffizient, um mit einfachen Filtern zu konkurrieren“, so Silberhorn.

Die Physikerin leitet die Arbeitsgruppe „Integrierte Quantenoptik” an der Universität Paderborn und ist dort auch Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Sie ist zudem Leiterin des Projekts „Direct Measurement of Time-Frequency Shaped Ultrafast Quantum Pulses from Parametric Downconversion and Upconversion Processes” des Sonderforschungsbereichs TRR 142 der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Der Artikel ist im Internet aufrufbar unter: www.nature.com/articles/ncomms14288

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